Ladedichte

Desweiteren will ich es eher in das Wiederlade Thema zuschneiden, weil wenn man jetzt die
Sprengtechnik anschaut ist eine Ladedichte das Verhältnis des Gewichts des Explosivstoffes zum Volumen des Explosionraumes.
Das hat für uns ein bisschen was gleich aber:

Schlicht und ergreifend ist die Ladedichte eine prozentuale Angabe von der Menge Pulver die vom Hülsenkörper-Innenraum vom Boden bis zum Geschossboden reicht.
In Quickload wird dies unter dem Symbol Ln angegeben.
Zum Bsp.:
Man spricht von einer Ladedichte von 100%, wenn das Geschoss unmittelbar auf der Pulversäule sitzt.
Hier sehen wir eine 100% Ladedichte.
Also streng genommen bei einem kugelförmigen Pulver unter optimaler Verteilung ( zb.: hohes Fallrohr) bleibt immerhin noch ca.1/6 vom Hülsen Volumen.
Alles was über 100% ist, nennt man „Pressladung“.

Wie wir wissen entsteht Gasdruck nicht nur durch die Abbrandrate des Pulvers und die Querschnittsfläche des Geschosses, sondern auch durch die Ladedichte.
Zumal wir jetzt die ganzen Wiederstände wie z b.:

 

        -Ausziehwiederstand

     

        -Einpresswiederstand

     

        -Reibungswiederstand im Lauf

     

        -Erwärmung vom Lauf

     

        -Energie der translatorischen (geradlinigen) Geschossbewegung.

     

        -Energie der Geschossrotation

     

        -Strömungsenergie der Pulvergase

     

      -Innere Energie der Pulvergase

    ...außer acht lassen.
    Also man sieht, dass es keinen 100% Wirkungsgrad gibt.
    Das Pulver überlagert sich mit thermodynamischen und gasdynamischen Expansionen.

    Aber nun zurück.
    Laden wir eine 7mmRem Magnum mit IMR 4350 51 grs und 140 grs Geschoss. Diese Ladung füllt die Hülse zu ca. 66% und sorgt für einen ungefähren Druck von gut 3000 bar.
    Dazu das gleiche in einer 7x57mm Mauser mit der gleichen Menge.
    Da sieht man gleich, da wird die Hülse ziemlich voll zu 100% und der Druck liegt weit über 4000bar.
    Also bitte nicht machen.
    Also schließen wir daraus, dass bei gleichbleibender Menge Pulver (gleiches Fabrikat) und gleicher Querschnittsfläche des Geschosses (selbes Fabrikat) und zunehmender Ladedichte der Druck und somit die v0 steigt.
    Dafür gibt es mehrere Gründe:

        -Da gibt es zumal die Gasgleichung.

     

        Wird das entsprechende Volumen kleiner (Hülse), so muss der Druck entsprechend größer werden.

     

        -Bei einer großen Ladedichte 98-102% kommt noch hinzu, dass die Pulverteilchen viel mehr Berührungspunkte mit anderen Pulverteilchen haben. Wobei die Zündung zugleich Fortschreiten kann.

     

        Das Pulver wirkt (wird) offensiver in der Sicht der Abbrandrate.

     

      -Weiters wird die Verbrennung bei zusätzlichen höheren ansteigenden Drücken beschleunigt.

    Höherer Druck bei gleicher PV Menge erzielt einen besseren thermischen Wirkungsgrad. Klingt logisch, ist auch so. Da gibt es den Carnot'schen Kreisprozess.

    So nun war ja alles gut und schön aber es gibt auch negative Seiten!!!
    So denkt sich jetzt manch einer:
    Also, wenn eine hohe Ladedichte einen hohen Druck bewirkt, schütten wir doch weniger hinein, folglich eine niedrigere Ladedichte, da es oberstes Gebot vor zu nehmen und nicht zu spielen.
    Ich werde mal einen Thread machen wo man Subsonic mun in GK wie Lm zb macht.
    Wird bei progressiven Pv eine Ladedichte von 80-90% deutlich unterschritten, kann es zu einer Detonation kommen =augenblickliche Umsetzung.
    Detonation setzt sich nicht an der Brennoberfläche des Pv fort, sondern durch Stoßwellen.
    Hinter der Welle zerfällt das Pulver chemisch folglich sind 1000m/s zu rechnen, zumal sich ein normales Pulver ca. Mit 100 m/s fortpflanzt.
    Also eine halbleere Patrone kann explodieren.
    Ein geringer Gasdruck löst keine Detonation aus, aber hinzu noch ein zu geringe Ladedichte. Kabuum

    Aber wir sind normale Menschen, so wie ich und suchen eine hohe Ladedichte.

    Schlussendlich gilt :
    Um eine optimale Abbrenunng zu erzielen, wählen wir ein Pulver, das bei max Bar eine Ld von 100% hat.

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